Six Sigma

Systematik

Six Sigma ist eine Systematik im Sinne des Total Quality Management zur kontinuierlichen und nachhaltigen Verbesserung der Produkte und Prozesse sowie zu deren robusten Neugestaltung. Hierbei kommen Strategien zur Anwendung, die in ausgewogener Weise auf fundiertem Prozessverständnis und quantitativen Messungen mit statistischen Analysen beruhen. Dieser Dualismus unterscheidet Six Sigma von traditionellen Ansätzen und führt in den Ergebnissen zu zusätzlicher Sicherheit. Six Sigma zielt in erster Linie auf die nachhaltige Verbesserung der Qualität beziehungsweise auf die Erzeugung robuster Produkte und Prozesse. Six Sigma ist in allen Bereichen anwendbar, in der Fertigung, der Planung und Entwicklung sowie in administrativen Prozessen.

Die Umsetzung von Six Sigma erfolgt durch Projekte mit klaren Aufgabenteilungen und Strukturen. Black und Green Belts als die Projektleiter stellen ihre methodischen Kenntnisse zur Verfügung, die Teammitglieder bringen das Fachwissen über die Produkte und Prozesse ein. Diese Symbiose aus methodischer und fachlicher Expertise macht Six Sigma so erfolgreich.

Die Systematik wird mit unterschiedlichen Zielsetzungen genutzt:

Varianten der Anwendung von Six Sigma

Six Sigma wurde Mitte der achtziger Jahre von Michael Harry bei Motorola entwickelt. Er kombinierte Werkzeuge und Methoden der Daten- und Prozessanalyse mit Techniken der Qualitätssicherung und brachte dieses umfassende Werkzeugpaket in die Six Sigma Systematik ein.

Der traditionelle reaktive Ansatz (DMAIC)

Six Sigma zielt mit dem traditionellen reaktiven Ansatz (DMAIC) auf die schwer lösbaren Probleme, deren Ursachen nicht bekannt sind. Die Verbesserungsprojekte durchlaufen fünf Phasen (Define, Measure, Analyze, Improve und Control). Zunächst wird der Defekt beschrieben und das Verbesserungsziel festgelegt. Nachdem der gegenwärtige Prozess verstanden und Daten erhoben wurden, werden die Ursachen der Probleme mit bewährten Strategien systematisch herausgearbeitet und mit Daten aus dem betrachteten Prozess statistisch verifiziert. Auf dieser Basis werden Verbesserungen erarbeitet und umgesetzt. Anschließendes Controlling und Standardisierung schließen das Projekt ab. Diese Vorgehensweise ermöglicht den Durchbruch zur nachhaltigen Verbesserung der Qualität.

Der proaktive Ansatz (DICOV)

Bei der Neugestaltung von Produkten und Prozessen steht die Fehlerprävention im Vordergrund. Hier wird der proaktive Ansatz gewählt. Design for Six Sigma (DFSS) kombiniert Werkzeuge zur systematischen Ableitung der Produkt- und Prozesseigenschaften aus den Kundenanforderungen mit Methoden des Risikomanagements und der Statistik. Entwicklungsprojekte erhalten eine zusätzliche Sichtweise, die nachweislich deren Effizienz erhöht. DFSS ersetzt nicht ihren Entwicklungsprozess sondern optimiert ihn. Am Ende stehen fehlerfreie und robuste Produkte und Prozesse.

 © Dr. Uckert BreakThroughConsulting 2011
schatten